Sprüche wie “Lachen ist gesund” und “Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag”, kennen wir alle. Das Lachen wird hauptsächlich als positiv aufgefasst. Wenn ich jemanden anlächle, wird das als eine freundschaftliche Geste verstanden. Mal richtig herzhaft zu Lachen kann einen katharsischen Effekt haben. Es ist also alles gut, wenn ich lache, da ich damit Freude, Glück und Freundschaft ausdrücke und nebenbei noch zeigen kann, dass ich heute die Zähne geputzt habe. Es besitzt also in der Gesellschaft einen hohen, durchweg positiv belegten Wert. Aber wie viel von diesem Wert bleibt übrig, wenn das Lachen nicht mehr ein ausschließlich natürlicher Reflex ist – ursprünglich eigentlich eine natürliche menschliche Körperreaktion – sondern nur noch eine antrainierte Geste? Da wird ein Lächeln aufgesetzt, sobald andere Menschen den Raum betreten, egal ob man Diese leiden kann oder nicht, oder ob man sie überhaupt kennt. Ja, es wird selbst dann noch freundlich gelächelt, wenn im Hintergrund gerade ein Haus einstürzt. Aber ich meine damit nicht das, was man allgemein als “falsches Lachen” bezeichnet; denn das bedeutet, ich lache vorne jemanden ins Gesicht, während ich ihn hinten herum betrüge. Nein, ich meine dieses anerzogene Lächeln, das keine natürlich Körperreaktion mehr ist, sondern eher auf bestimmte Trigger reagiert, wie z. B. wenn schlicht andere Menschen oder eine Kamera in der Nähe sind.

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Nachdem der Frühling sich vergangenes Wochenende zumindest kurz die Ehre gegeben hat, ist es Zeit eine passende Lektüre für die gemütlichen Stunden auf dem Balkon zu finden. Nun lese ich studienbedingt ziemlich viel, nur das eben meistens nicht unbedingt zum Vergnügen. Trotzdem konnte ich in der Zeit in die verschiedensten literarischen Ergüsse hineinschnuppern. Dabei bedienen bekanntlich verschiedene Genres, unterschiedliche Interessen. Für das Ausspannen auf dem Balkon, darf es zwar gerne mal was leichteres sein, aber auch ein etwas dickeres Buch, in dem man sich verlieren kann, erfüllt sicherlich seinen Zweck.

Da ich zur Zeit erst mal vorwiegend die Literatur der letzten Jahrhunderte lesen darf, fehlt mir zwar momentan der Überblick, was auf den neueren Buchmessen so der letzte Schrei gewesen ist, aber auch unter den alten Kamellen lässt sich einiges Interessante finden – und manches ist tatsächlich noch nicht so wahnsinnig verstaubt. Nur was ist davon auch als sommerliche Lektüre geeignet? Um das zu erörtern, präsentiere ich hiermit die “Die-Liste-der-möglichen-Balkonlektüren” zusammengestellt aus “Der-Liste-der-Bücher-die-ich-gerne-lese”. Los geht’s:

Heute ist Donnerstag und das bedeutet für mich, es ist Blogtag. Zumindest versuche ich mir diese Regelmäßigkeit anzugewöhnen und bis auf zwei Unterbrechungen hat es bisher ganz gut geklappt. Nun habe ich den halben Tag überlegt, was ich denn heute schreiben könnte. Aber anstatt darüber nachzudenken oder überhaupt eine Idee zu haben, habe ich mich mehr damit beschäftigt, meine Webseite endlich tauglich für mobile Geräte zu machen; was mich einiges an Zeit gekostet hat, da ich von so was nur wenig Ahnung habe und nach dem learning-by-doing-Verfahren agiere, da ich leider kein fachkundiges Personal zur Hand habe. Nichts desto trotz musste ich da heute durch, denn noch habe ich Urlaub. Wenn mich nächste Woche der (Arbeits-)Alltag wieder hat, werde ich weder Zeit noch Lust haben, mich mit diesen Dingen zu beschäftigen. Dann soll es einfach funktionieren.

Am frühen Nachmittag war die Webseite dann auf Vordermann gebracht, nur wusste ich immer noch nicht was ich heute schreiben sollte und trollte mich erst mal in die Küche, um das Abendessen für heute vorzubereiten. – Da kam mir die zündende Idee, mal wieder einen Beitrag für die Mampf-Kategorie zu schreiben. Ich betreibe zwar keinen Food-Blog, werde das auch nie machen, aber kochen und essen müssen wir alle mal und es macht Spaß hin und wieder ein Rezept aufzuschreiben. Deshalb gibt es heute Putengulasch aus dem Hause Mampf.

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Neulich ist ES mir wieder passiert, wie schon so oft. ES überkam mich einfach, ließ nicht locker und ging einfach nicht mehr weg. Ich schlief deshalb Nachts schon schlecht, konnte nichts mehr Essen – geschweige denn überhaupt fest Nahrung bei mir behalten – und ich bekam mehrmals am Tag Schweißausbrüche. Es war kalter Angstschweiß, der mir den Rücken herunterlief, der mir das Gesicht verquoll und in meinen Händen klebte. Eine Panik saß tief in mir, die mich Nächte lang im Zimmer auf und ab laufen lies, statt etwas Ruhe finden zu können. Was sollte ich nur tun? Wie kann ich ES nur wieder los werden? Kann ich ES irgendwie aufhalten oder verhindern? Vielleicht geht ES weg, wenn ich ES ignoriere? Wenn ich mit stolz erhobenen Haupt einfach so weitermache wie bisher und meine Angst (und ja auch meinen Hass) nicht zeige, vielleicht verschwindet ES dann einfach wieder. Ich weiß, dass das bloßes Wunschdenken ist. Ein Traum, den man zwangsläufig hat, wenn man am Abgrund steht und keinen Ausweg weiß. Dann erscheinen die abwegigsten Phantasien plötzlich ganz plausibel. Wenn diese Gedanken nicht wären, was hätte man dann noch für einen Grund in so einer Situation weiter zu machen? Aber ich weiß, dass ich mich meinen Utopien nicht hingeben kann. Ich muss IHM entgegentreten und IHM ins Auge sehen. Muss IHM zeigen, dass ich mich nicht unterkriegen lasse und dass ich weiter kämpfen werde, egal was ES mir dieses mal antut und was ES sich für gemeine Hinterhältigkeiten ausgedacht hat. Ich werde standhaft bleiben, werde wenn ich gefallen bin wieder aufstehen, den Staub abklopfen und weiter machen. Ich kann diesen Kampf nicht gewinnen, höchstwahrscheinlich auch nicht den ganzen Krieg, aber bis zum Untergang werde ich mich wehren und kämpfen. Und nachdem ich mich mit Kriegsbemalung versehen und einen lauten Kampfschrei ausgestoßen habe, schalte ich mein Handy ein und lade das neue Update herunter.

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Es ist nun schon ein ganzer Monat seit des letzten Artikels ins Land gezogen. Abgesehen von der geistigen Höchstleistung um das Kunstwerk “Brotzeit on a cord” wurde ich noch durch einige andere Begebenheiten ausgebremst. Zunächst stand die Frage im Raum, ob ich den Blog überhaupt weiterbetreibe, da mir noch nicht so wirklich klar ist, wo ich damit hinmöchte. In erster Linie schreibe ich halt gerne. Das ist meine Ausdrucksform, die ich subjektiv gesehen, wenigstens besser drauf habe als zu reden, zu tanzen oder zu malen. Ich sehe daher dieses Projekt erst mal als eine Art Schreibübung, die mir helfen soll, Verschiedenes auszuprobieren. Wenn das dann zufällig noch jemand liest, freue ich mich natürlich besonders.

Jedenfalls wurde ich in den letzten Wochen von einer Kreativflaute heimgesucht. Hinzu kamen dann noch ein Umzug, eine Grippe und die verspätete Installation eines Internetanschlusses. Nun bin ich wieder fit und online – nur, was soll ich schreiben? Es war ja doch Einiges los in letzter Zeit. So wurde ich zwischenzeitlich für den Liebster-Award nominiert. Dafür erst mal ein herzliches Dankeschön und einen tiefen Hofknicks an Roe Rainrunner für diese Ehre. Nur leider ist wohl in der Zwischenzeit der Zug abgefahren, um den Award anzunehmen, da mir in den letzten Wochen die Zeit gefehlt hat, mich um den Blog zu kümmern.

Dann gibt es da noch die schrägen Begebenheiten, auf die man an einem neuen Wohnort so stoßen kann. So wird mir hier in dem neuen Mietshaus jeden Morgen die Zeitung vor die Wohnungstür gelegt. Nur mir. Warum? Das weiß keiner. Auch die Vermietern nicht, die das Abo nicht bestellt hat, es schon mal abmelden wollte und das offensichtlich nicht gefruchtet hat. Also kann ich nun jeden Tag, wenn ich die Tür aufmache, nach einer kostenlosen großen Tageszeitung greifen. Und hey, wenn es umsonst ist, wieso nicht, dachte ich mir. Während ich die ersten Tage krank zu Hause war, hatte ich auch Zeit, morgens in der Zeitung zu Blättern, nur um sie einige Minuten später wegzulegen und mich über die aktuellen Geschehnisse per Handyapp zu informieren. Denn was in der Printausgabe in der früh auf dem Titelblatt abgedruckt war, wusste ich in der Regel schon am Vorabend.

Da drängt sich mir die Frage auf, ob eine gedruckte Zeitung überhaupt noch zeitgemäß ist. Wieso soll ich Geld dafür ausgeben (gut in meinem Fall erübrigt sich das) und mich mit dem sperrigen Blatt am Frühstückstisch verrenken, um Artikel zu lesen, die mir Stunden vorher schon das Internet gezwitschert hat? Klar, die Leute, die das alles schreiben, wollen damit Geld verdienen. Das ist verständlich. Ich kaufe mir auch gerne mal ein Magazin, das sich mit speziellen Themen beschäftigt, um mich genauer über das eine oder andere zu informieren. Aber tagesaktuelle Meldungen, die täglich bis ins Detail auf Twitter rauf und runter laufen oder ich einfach nur die Tagesschau einzuschalten brauche? Ich denke, diese Leute verdienen genug mit Klicks und Werbung. Also wozu diese Infos am nächsten Tag noch durch die Druckerpresse jagen? Ich habe jedenfalls, trotz Umzug, nicht so viel Geschirr einzupacken, und es ist hier auch warm genug, dass ich mich mit dem Blatt nicht zuzudecken brauche. Was bleibt ist eine Menge Papiermüll den ich entsorgen muss und mit dem ich im Sommer allenfalls den Grill anzünden kann. Zudem handelt es sich auch noch um eine hessische Zeitung. (Nichts gegen Hessen. Ein wunderschönes Bundesland.) Aber ich lebe in Bayern und durch diese Begebenheit bleibt mir nun auch noch der tägliche Weißwurstindex vorenthalten, was so unnötig ist, dass es eigentlich einen Artikel in der Kategorie “Unnützes” wert wäre.

Auch wenn der angekratzte Lokalpatriotismus nicht mit glyphosathaltigem Bier ertränkt werden kann, könnte es schlimmer sein: Denn wenigstens ist es nicht die Zeitung mit den vier dicken Buchstaben. Zudem möchte ich hier auch nicht den Tod der Printmedien heraufbeschwören. E-Papers und E-Books sind ja ganz komfortabel für unterwegs, aber gerade wenn ich mich mit einem Buch beschäftigen und damit arbeiten will, nehme ich lieber die Printausgabe in die Hand. Ein gutes Buch muss abgegriffen sein und Eselsohren haben. Da bin ich altmodisch. Deshalb denke ich, dass es der passende Medienmix macht, den sich heutzutage jeder selbst zusammenstellen kann. Das Schöne ist eben, die freie Auswahl zwischen Print- und Onlineversionen zu haben. Ich nutze, je nach Begebenheit auch beides. Nur diese Zeitung vor meiner Tür landet Tag für Tag ungelesen im Papierkorb, da ich, nun wiedergesundet, zwischenzeitlich festgestellt habe, dass ich morgens das Haus verlasse, bevor der Zeitungsbote da war. Da stellt sich nun nur noch die Frage: Schlafen die Zeitungsausträger von heute zu lange oder muss ich zu früh aufstehen? Wenn ich das Abo schon nicht abbestellen kann, vielleicht bekommen die es dann wenigstens irgendwann hin, mir den altmodischen Fetzen Papier mit einer Drohne hinterherzuschicken, damit ich ihn dann woanders wegwerfen kann.

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Heute geht es um Kunst. Und das was auf dem Bild zu sehen ist, ist auch Kunst. Warum? Dazu später mehr. Denn der eigentliche Gedanke, der mich umtreibt ist, was denn nun genau Kunst ist. Was haben wir darüber in der Schule gelernt? Goethes “Faust” ist Kunst. Van Goghs “Mona Lisa” ist es und auch der verhüllte Reichstag von Christo. Gerade bei Letzterem scheiden sich schon die Geister. In den Medien wurde es gefeiert, in der Schule auf der ich damals war, teilweise kontrovers diskutiert. Eben weil Christo ein gediegener Künstler ist und andererseits wegen der Frage, was der künstlerische Wert ist, wenn man ein paar Bettlacken über den Reichstag wirft – abgesehen von dem logistischem Aufwand. Ich möchte das auch nicht zu genau ausführen, da damals neben der eigentlichen Aktion an sich, auch andere Faktoren eine Rolle spielten. Allein der zeitliche Kontext – Wiedervereinigung etc. Nein, ich bleibe lieber bei der Kernfrage, was denn nun Kunst wirklich ist und google erst mal…

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Heute wird eine neue Kategorie auf diesem Blog eingeführt, die da heißt: “Unnützes”. Denn wir werden jeden Tag mit nutzlosen Dingen überschüttet. Meistens sind das Informationen die niemand wissen will, aber dennoch aus irgendwelchen Gründen überall verbreitet werden. Jeder noch so kleine Pups wird sofort getwittert und von allen Zeitungen in die Welt posaunt. Das führt dazu, dass die Menschen die mit dem verbreiten der Nachrichten beauftragt sind, irgendwann nicht mehr wissen, was sie schreiben sollen. Um dennoch den unermüdlich wissbegierigen Konsumenten befriedigen zu können, werden dann unnütze Artikel verfasst, die noch unnötiger sind, als die ganzen unbrauchbaren Informationen davor. Da ich es faszinierend finde, wie man nach so viel Wissens- und Datenmüll immer noch mehr davon produzieren kann und dafür auch noch bezahlt wird, denke ich mir ich habe scheinbar den falschen Job und rufe diese unnütze Kategorie ins Leben.

Den Anfang machen überflüssige Ratgeber, die uns, meist Saisonbedingt, immer wieder aufs Neue vorgekaut werden.

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